Donnerstag, 21. Juli 2011

Wüstenhitze im Monument Valley und Arches NP


Heiss. Und sandig. Das sind die zwei Schlagworte, die unseren nächsten Reiseabschnitt prägten. Denn nach dem noch einigermassen "grünen" Grand Canyon gings raus in die Wüste Arizonas, resp. Utahs. 
Wenn man durch Arizona und Utah reist, kommt man um eine Bevölkerungsgruppe Amerikas nicht herum: die Navajos! Die American Natives sind allgemein sehr freundlich und managen ihre Touristenregion selbständig und ohne Hilfe der White Men. So ist auch das Monument Valley "unter Kontrolle" der Navajos. Döme war so fasziniert von diesen Leuts, dass er sich in Goulding nahe des Parks gleich ein Navajo-Abenteuerroman gekauft hat. Das Monument Valley beeindruckt hauptsächlich durch die eindrücklichen Monumente aus Stein. Diese sehen von weitem aus, wie riesige Totempfahle. Auch ein Halt bei einem der vielzähligen Navajo-Verkaufsstände direkt an den Hauptstrassen durfte natürlich nicht ausgelassen werden. Domis Schwestern dürfen sich an dieser Stelle auf ein Mitbringsel schmucktechnischer Art freuen :-)
Abends gabs dann aufm Campingplatz in Goulding ein grossartiges Naturspektakel zu sehen: Ein Gewitter, wie wir es in der Schweiz noch nie gesehen haben. Schön weit weg und von unserem Punkt aus optimal zu sehen. Auch ein eindrückliches Föteli haben wir geschossen.

Das Monument Valley. Stolz der Navajo-Indianer.

Abendstimmung in Goulding: 30 Minuten pausenlos Blitz und Donner


Kurz nach dem Monument Valley gelangten wir zu einem weiteren Nationalpark, der als "Hauptattraktion" natürliche Brücken, sogenannte "windows" anzubieten hat. Die Rede ist vom Arches Park. Leider ist der Park nebst den windows nicht wirklich schön anzusehen und für uns Schweizer BRUTAL heiss! Die Unterkunft, von wo aus wir auch diesen Bericht schreiben, haben wir in Moab gefunden: ein wunderschöner Campingplatz zu einem super Preis und genialer Ausstattung, Etwas vom besten, was wir bisher erlebten bezüglich zelten in diesem Land. Heute war es so unerträglich heiss, dass wir einen Ruhetag anordneten, etwas Zeit am Pool verbrachten und ein Deja-Vu erleben durften: auf diesem Campingplatz hörten wir erstaunlich oft "Schwiizerdütsch" und die Hälfte der Belegschaft scheint aus Holland zu kommen. Fast wie alligs im Lazy Rancho Interlaken oder :-) Nebst europäischen Nachbarn haben wir auch noch ganz viele Tierli um unser Zelt angetroffen: Frösche, Eidechsen, Wildhasen, Vögel, und Chipmunks. Jöööö so härzig!

Arches N.P. Felsen spannend. Rest eintönig...

The Balanced Rock gleich beim Parkeingang

Delicate Arch. Ersichtlich erst nach mühsamem Aufstieg


Noch eine Nacht bleiben wir hier in Moab, danach gehts weiter Richtung Page, von wo aus wir den Antelope Canyon in Angriff nehmen werden. Übers Wochenende sind wir nochmals bei unseren Bekannten in St. George eingeladen. Ein Angebot, dass wir natürlich nicht ablehnen.

So das wars wieder einmal. Sobalds was Neues gibt ists hier zu lesen. Wir wünschen allen Zuhause besseres und schöneres Wetter und schicken sonnige Grüsse aus Moab, Utah.

Dominik, Carmen

Sonntag, 17. Juli 2011

Grillrezepte gesucht!

Gugus, wir sinds schon wieder. Diesmal nicht mit Reiseberichten sondern mit einem Aufruf: Da wir möglichst Portmonnee-schonend durch die USA düsen, heisst das auch campieren. Das machen wir sehr oft, und Amerikas Campgrounds sind wirklich sehr grosszügig in der Grösse der "sites" (Zeltparzellen). Und auch die Ausrüstung einer site ist super: bisher hatten wir jedes Mal einen Grill. Dies nutzen wir natürlich jeweils auch, denn selbst gekocht schmeckt am besten. Und ist günstig :-)

Leider gehen uns langsam die Ideen aus. Fleisch hats hier genug im Land der Steaks, aber in puncto Beilagen oder sonstigen Ideen wären wir sehr froh um Inputs. Immer nur Folienkartoffeln wird langsam langweilig. Sendet doch eure Ideen an eine unserer Mailadressen oder postet sie einfach in den Kommentaren. Für ganz viele Ideen sind wir sehr dankbar!

Die Grill-Hilfshotline: dominik.leibundgut@gmx.ch, caemu@gmx.ch

Merci und liebe gruess,
Domi und Carmen

Grand Canyon: Da hats ein Riesenloch zmitzt in Amerika!!

Amerikas grösstes Loch nebst der Finanzkrise


Hoi metenand,
Schon wieder gibts ein kleines Berichtchen und wieder gibts einiges zu berichten. Wir haben den Lake Mead nach zwei geruhsamen Tagen wieder verlassen. Nächstes grosses Etappenziel: der Grand Canyon!
Als Ausgangspunkt für einen Grand Canyon-Ausflug eignet sich das Städtchen Flagstaff am besten. Flagstaff ist eine wirklich sympathische US-Kleinstadt gelgen mitten in einem National Forest (Coconino). Etwas südlich haben wir gerade noch den letzten verfügbaren Zeltplatz in einem wunderschönen Campground ergattern können (Lakeside View beim Lake Mary südlich von Flagstaff). Nach einer fast schon ungewohnt kühlen Nacht machten wir uns am Samstagmorgen auf den Weg zum Grand Canyon. Eine Fahrstunde später waren wir schon mitten im Park und konnten einen ersten Ausblick auf den Canyon geniessen. An dieser Stelle müssen wir ein vielleicht überraschendes Statement abgeben: Der Grand Canyon ist zwar riesengross und weltberühmt, aber umgehauen hats uns nicht wirklich. Die Berühmtheit und die Grösse machen einen schönen Nationalpark für uns eben nicht aus. Dennoch sehr eindrücklich anzuschauen, was die Natur anzubieten hat.

Carmen vor eindrücklicher Kulisse

Auf dem Nachhauseweg vom Grand Canyon hat sich dann noch eine Gelegenheit für ein weiteres Rätsel ergeben. Am Strassenrand standen plötzlich irgendwelche hirschähnlichen Tiere. Wirklich direkt an der Strasse, die vorbeirauschenden Autos schienen diese Tiere nicht zu stören. Da haben wir natürlich gleich ein Föteli gemacht und würden von unseren Bloglesern gerne wissen, um welches Tier es sich hier handeln könnte?







Ein weiteres Angebot natureller Art genossen wir heute Sonntag: Eine kurze Autofahrt von unserem Campground entfernt liegt der Slide Rock State Park. Der Ausdruck "Slide Rock" bringt eigentlich auf den Punkt weshalb täglich sehr viele Touris (inklusive uns^^) hierherkommen: Rutschbahnen aus Stein, von der Natur geschaffen. Da kannst du fast wie im Alpamare runtersausen. Nach kurzer oder langer (Döme) Angewöhnungszeit an das eiskalte Wasser kann man dieses kleine Naturwunder in vollen Zügen geniessen!

So das wars wieder mal. Das nächste Ziel ist das Monument Valley und weitere Nationalparks. Wir melden uns wieder sobalds was zu berichten gibt.

Liebe Grüsse aus Flagstaff - schon wieder Starbucks :-)

Donnerstag, 14. Juli 2011

Las Vegas

Das legendäre Ortsschild in Vegas

Gugus, wir sinds schon wieder. Schon wieder gibts was zu lesen. Diesmal was für die Zocker und Partypeople unter euch. Denn nach dem Zion Park fuhren wir wieder zurück nach faboulous Las Vegas. Und der Kontrast zwischen ruhigem Nationalpark und leuchtender Neonstadt der hats in sich. Am einen Tag wanderten wir durch einen idyllischen Canyon und am nächsten Tag zur gleichen Uhrzeit wanderten wir auf dem Las Vegas Boulevard (besser bekannt als The Strip). Der Grund für die Rückkehr ist die Ideale Lage von Vegas für die Weitereise in die westlichen und südlichen Parks. Das erste Highlight, bevor man überhaupt in Las Vegas in einem der Riesenhotels eincheckt, ist die Anfahrt nach Sin City. Du fährst 2 bis 3 Stunden durch die Wüste und dann plötzlich nach einer Kurve hinter einem  Felsen ist sie da: die Glücksspielmetropole mit ihren Hotel-Skyscrapers die schon von weitem sichtbar sind. Ein unvergesslicher Anblick!

Die Zeit in Vegas ging eigentlich sehr schnell rum. Aber ganz ehrlich: Bei aller Liebe zu Las Vegas (Döme^^), du bist fast ein bisschen froh, wenn du wieder raus kannst und wieder zu Ruhe findest. Denn Las Vegas ist vor allem eines: crazy!! Und ein bisschen hell und ein bisschen heiss und zum Teil ein bisschen schräg :-)

Ehemals Austragungsort der WSOP und altehrwürdiges Downtown-Casino

Die Zeit in Las Vegas nutzten wir zur Entdeckung von Downtown Las Vegas, einem Besuch der World Series of Poker (Main Event, juhui Döme hat Doyle Brunson und Dennis Philipps live gesehen^^), Einkaufsbummel in den beiden Las Vegas Outlet Centers und ganz am Schluss für ein Pokerturnier mit 78 Teilnehmern im Stratosphere Hotel (unsere Unterkunft). Und unsere persönlichen Resultate an diesem Turnier lassen sich sehen: Carmen wurde 14. und Döme10.!

Feature Table Day 1A Main Event WSOP (Rio Hotel&Casino)

Im Moment sitzen wir im Starbucks in Boulder City, nicht weit von unserem aktuellen Campground am Lake Mead, und töggelen die Berichte. Waren gerade am Boulder Beach eine Runde schwimmen. Füdliwarmer See aber windig, dass es dich fast fortbläst. Und steinig, aua...Abends gibts noch eine kurze Grillparty und dann morgen geht der Roadtrip weiter Richtung Grand Canyon. **Freu** :-)

Bikini-Model am Lake Mead (Kommentar Döme)

Nationalkunstturner am Lake Mead (Kommentar Carmen)
Poker-Duell in idyllischer Lage (Boulder Campground)
Stand 1:1

Bis Bald und danke für die ganz vielen Kommentare!

Döme und Carmen

Zion National Park

Liebe Blogleser,
Nach einer gefühlten Ewigkeit gibts endlich wieder einmal etwas zu lesen von uns. Der letzte Stand war ja Santa Clarita nach dem Six Flag. Danach ist einige Tage lang wieder etwas los gewesen, so viel sei schon mal verraten :-)
Nach dem Schütteltag im Six Flag gings Richtung Norden. Das Ziel der nächsten Etappe war der Zion National Park. Da dieser Park aber sehr weit entfernt ist, legten wir zwei Zwischenstopps ein. Wir wollen ja nicht durchs Land hetzten sondern auch was sehen (in San Francisco haben wir einen Basler kennegelernt, der offen und erhlich dazu stand, in 4 Wochen möglichst viele Meilen abzureissen, aber irgendwie fänden wir das Saublöd...ist ja auch ein Basler, die sind halt etwas eigen^^). Der erste Halt war mitten in der Wüste im nirgendwo, und zwar in Barstow. Eigentlich gibts in Barstow nur ein paar runtergewirtschaftete Hütten, in denen tatsächlich MENSCHEN leben, aber man staune: in diesem Wüstenkaff gibts einen riesen Outletstore! Am nächsten Tag gings weiter nach Las Vegas. Ob man will oder nicht, diese Stadt fasziniert. Da wir aber nach dem Zion ohnehin wieder nach Vegas zurückkommen, blieben wir hier nur eine Nacht.
Am nächsten Tag begann ein wunderbares Weekend. Zunächst fuhren wir nach St. George, wo wir ein bekanntes Päärchen trafen, das wir letztes Jahr in den Amerikaferien kennegelernt haben. Zugegeben, am Anfang wars ein bisschen schräg, denn wir kannten diese Leute nur vage und rückwirkend auf einen süffigen Abend in Las Vegas letztes Jahr. Aber die ganze Sache hat sich super entwickelt. Sie hatten sehr Freude, uns wieder zu sehen. Nach einer Nacht in St. George und einem super Znacht in einem idyllischen und abgelegenen Restaurant gings dann am nächsten Tag rauf in den Zion Park.

Kamera blieb leider in St. George. Bild aus dem Netz.


Unser erster Park in Amerika, und der hatte es in sich. Es ist einfach wunderbar, im Canyon zu wandern und die Ruhe der Natur zu geniessen. Schade, dass es soviele Leute gibt, die einfach mit dem Auto reinfahren, ihr Foto schiessen und dann wieder verschwinden. Wir taten das selbstverständlich nicht sondern gingen an beiden Tagen wandern. Und da sieht man dann die wahren Schönheiten eines Parks. Und: Wildlife! Truthahn in freier Wildbahn, Hirsche und Rehe (sogar mit Rehkitz) und putzige Eichhörnchen (squirrels^^). Leider gibts im Zion zu Dömes Leidwesen auch brutale Ameisen. Aua, die pissen einen echt an! Das bekannte Päärchen hat für dieses Weekend alles organisiert und uns unter anderem in einer Lodge untergebracht (kleines Zimmer mit Balkon und Blick auf Canyon). Sogar einen Pool hats dort gegeben, ideal für eine Abkühlung nach der Wanderung. Es war alles in allem ein unvergessliches Wochenende. Wir hoffen sehr, diese Leute wiederzusehen. Je nach weiterem Reiseverlauf ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass wir nochmals an St. George vorbeifahren. Mal sehen.
So das wars. In kürze folgt ein weiterer Bericht der nächsten Etappe.

Döme und Carmen

Samstag, 9. Juli 2011

Las Vegas, Zion National Park

Liebe Blogleser,
Sind nach unserem letzten Halt in Barstow weitergefahren nach Las Vegas. Danach weiter nach St.George, wo wir die Leuts von letztem Jahr trafen. Mit denen fahren wir jetzt in den Zion Nationalpark, anfang nächste Woche wieder retour nach Vegas und von da aus weiter zum Grand Canyon.

Bericht und Fotos folgen...

Mittwoch, 6. Juli 2011

Six Flag Magic Mountain

Der heutige Tag war geprägt von einem Stichwort: Action!! Wenige Meilen weg von unserer Unterkunft steht Amerikas grösster Rollercoaster-Park. 16 Achterbahnen, davon 5 Big Thrills (die Headliner von Six Flag, also die extremsten Achterbahnen). Nach kurzem Anstehen am Kassenhäuschen gings dann auch schon relativ rassig auf eben so einen "Big Thrill". Und diese Thrills hatten es in sich. Looping reiht sich an Looping. Stehend, bäuchlings, rücklings, sitzend. Alles dabei. Der absolute Kracher war die "Superman". In 6 Sekunden von 0 auf 160 Sachen, dann einen Turm hoch und rückwärts im freien Fall wieder runter. Absoluter Nervenkitzel :-) Auch weitere Coasters hatten es in sich. Bei der "Scream" ging sogar kurz das Bewusstsein flöten.

Extreme Beschleunigung auf der Spiderman

Achterbahnenwirrwar

Spühlgang auf der Green Lantern


Alles in allem hat uns dieser Tag sehr viel Spass gemacht. Was jedoch extrem gestört hat, war die Abzockerei an jedem Ecken des Parks und die unterrirdisch unfreundliche Bedienung an den Fressständen (unter aller Sau!). Nachdem 10 Stunden Achterbahnfahren mussten wir dann auch noch unser Auto suchen. Nach 30 Minuten Suche haben wir gepöggt, dass wir auf dem falschen PP gesucht haben :-)

Fazit von heute: Bandscheiben raus, richtig durchgeschüttelt, Adrenalinausschüttung eines ganzen Jahres an einem Tag aber total happy.
Guet nacht ond hebit sorg
Domi und Carmen